Golf Lernen am Fleesensee

Ich gebe seit 30 Jahren Golfunterricht. Und meine Frau behauptet, ich sei besessen von der Frage, wie man dem Hobbygolfer dieses Spiel schneller beibringen kann. Mein typischer Schüler ist ein mittelbegabter Mittfünfziger, der erst wenige Jahre spielt. Dass er selten zum Üben kommt, ist dabei nicht so tragisch wie das Wirrwarr in seinem Kopf. Das besteht in der Regel aus Selbst-Beigebrachtem, Angelesenem, Tipps diverser Trainer und Ratschlägen wohlmeinender Mitspieler.

Mein Hobby ist das Erlernen neuer Sportarten und nach etwa 30 Disziplinen habe ich entdeckt: Das Lernen beim Golf hat eine Besonderheit. Kann jemand beispielsweise gut segeln oder surfen, Schach spielen oder pokern, weiß er genug, um Anfänger einzuweisen. Ist er ein Crack auf seinem Gebiet, kann er sogar Fortgeschrittenen helfen. Beim Golf ist das anders: Selbst Bernhard Langer, Martin Kaymer oder Tiger Woods wären unbrauchbare Lehrer. Klingt komisch, ist aber so. Die drei würden das auch als erste zugeben.

Hier schreibe ich in Spitzwegs Bett einen Artikel mit dem Titel »Golf lernen oder Psychotherapie?«. Die ungeklärte Frage der Kunsthistoriker, was der Poet in der Hand hält, ist nun beantwortet: einen Rangeball des Golfclubs Fleesensee.

Golfschule Oliver Heuler

Wie kommt das? In der ersten halben Stunde reicht das Wissen des Lehrers, wie man greift, steht und wie ein guter Golfschwung aussieht. Aber spätestens nach 30 Minuten braucht der Schüler individuelle Informationen: Jetzt muss der Lehrer die zehn Fehler eines Anfängers erkennen und wissen, welche zwei Korrekturen er als erstes in Angriff nehmen muss. Wer als Hobby-Lehrer plant, von A wie Ansprechposition bis Z wie Zuschlagen alles der Reihe nach durchzuhecheln, kommt mit Wochenendgolfern nie ans Ziel. Und nicht nur das: Er vereitelt tragischerweise auch den Spaß dorthin.

Es verbietet sich daher, den Schwung des Golfers in eine Idealvorstellung zu pressen. Was zählt, ist einzig, dass der Schläger richtig an den Ball kommt. Alles andere ist Mittel zum Zweck. Klingt einfach, ist aber unglaublich komplex. Wäre es einfach, könnte es jeder. Nur wenige spielen allerdings wirklich gut Golf und noch weniger Golfer — Pros oder Amateure — unterrichten gut. Ehrlich gesagt, konnte ich es 15 Jahre lang auch nicht, obwohl ich sehr bemüht war. Schaue ich mir heute Videos von meinen Stunden vor dem Jahr 2000 an, ziehe ich schnell die Vorhänge zu. Auf dieser Seite mache ich die Vorhänge auf und erkläre Ihnen gerne alles, was ich weiß.

Auch in den nächsten 6 Jahren der Ort meines Schaffens: die Hütte 1 auf der Golfarena im Golfclub Fleesensee. Die Golfschule gibt es zwar nicht mehr, aber Einzelunterricht gibt es weiterhin. Für 200 Euro à 50 Min. mit bedingungsloser Geld-zurück-Garantie.

Golfschule

Sie haben erst Vorgabe 54, aber Ehrgeiz? Es ist Ihnen unangenehm, mir Ihre Fehlschläge zu zeigen? Keine Sorge, das ist für mich interessanter, als Pros zu unterrichten. Denn kein Pro freut sich wie Sie, wenn aus Ihrem Slice ein Draw wird. Nationalspieler habe ich schon vor 20 Jahren unterrichtet. Das ist einfacher, denn Hobbygolfer haben mehr Fehler und verkraften weniger Korrekturen. Hier ist bei Diagnose und Korrektur eine Punktlandung gefordert. Gelingt uns die, geht Ihnen und mir was unter die Haut – und das ist Dünger für unsere Synapsen. Rufen Sie gleich an und vereinbaren Sie eine Stunde. +49 (0)3991 18 68 44

Nur eine Stunde? Ja, eine Golfstunde genügt, um Ihr größtes Problem zu beseitigen: Ihren Slice, Ihre Sockets oder Ihr Löffeln. Auch Sie können einen Draw oder einen Ball-Boden-Kontakt in 50 Minuten erlernen. Sollten Sie von außen an den Ball kommen und löffeln, wären zwei Stunden besser. Wenn Sie weit anreisen und hier Urlaub machen, sind drei Stunden an drei Tagen das Maximum. Mehr Unterricht braucht kein Mensch. Und manchmal empfehle ich auch nach ein oder zwei Stunden die Folgestunde zu stornieren. Ich bin schließlich Golflehrer und kein Verkäufer.

50 Minuten bei mir kosten 200 Euro. Das ist mehr als üblich und Sie bekommen nicht mal mehr als anderswo, sondern weniger: Weniger Korrekturen, dafür mehr Draw. Ja, das ist selbstbewusst. Ebenso wie meine Geld-zurück-Garantie: Halte ich nicht, was ich verspreche, zahlen Sie weniger oder nichts. Und das entscheiden Sie. Ich will nur so viel, wie Sie gerne geben.

Das war’s. Was nun?

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