Putter: fast wie Schummeln

Der am häufigsten genutzte Golfschläger beim Golf ist der Putter. Ich habe sie alle getestet:

Kramski, TaylorMade, Odyssee, Ping Anser, Scotty Cameron etc. Auch die verschiedenen Arten: Long, Belly, 2Ball, Mallet, Blade, Heavy, center-shafted, heel-shafted, mit Insert und auch milled, mit viel Loft und wenig — ich habe cross-handed geputtet, mit Claw-Griff und Reverse Overlap. Ich habe den Jumbo Griff ausprobiert, Damen und Herren-Modelle und alle Längen von 31-35 Inch. Der Preis variierte von Gebrauchten zu 10€ bis 800€. Und manche musste ich sogar als Pro kaufen, also selbst bezahlen. Ich war natürlich oft beim Fitting und trainiere regelmäßig mit dem Sam Puttlab. Aber am Ende zählt auf dem Grün natürlich nur eines:

Jupp Derwall, den ich am Öschberghof unterrichtet habe, hat immer gesagt »der Ball muss im Loch.« Und dazu muss man ihm nur die richtige Richtung und Geschwindigkeit mitgeben. Wie schafft man das? Antwort: Die Schlagfläche muss im Treffmoment in die richtige Richtung zeigen und den Ball mit der richtigen Geschwindigkeit und dem Sweetspot treffen. Dabei kann einen der Schläger unterstützen — oder eben nicht. Der Spicy hat einen großen Vorteil: Sie können ihn hinter dem Ball hockend ausrichten. Nur aus dieser Perspektive ist das einigermaßen genau möglich. Mit der konventionellen Technik aus der Ansprechposition heraus gelingt das nur wenigen, weil die Augen nicht wie beim Schießen hinter der Waffe sind, sondern darüber. Sie müssen also eigentlich wie John Wayne oder Zorro aus der Hüfte schießen.

Das Schießen aus der Hüfte überlassen Sie besser John Wayne.

John Wayne

Können Sie sich vorstellen, dass man bei Olympia im Scheibenschießen mit dieser Technik eine Chance hätte? Eben. Also versuchen Sie es beim Putten besser auch nicht. Zielen Sie lieber mit dem Auge hinter dem Putter. Dazu gibt es vier Möglichkeiten:

  1. Es muss ein Caddie her, der mit seinem Auge hinter dem Putter fürs richtige Ausrichten sorgt — so wie Fanny Sunneson das jahrelang für Nick Faldo getan hat.

Putter

  1. Sie richten Ihren Putter selbst von hinten aus und halten ihn dann fest, wenn sie aufstehen und ihn greifen. Diese Technik sieht man immer wieder mal bei Anfängern, aber sie sieht nicht nur komisch aus, sondern der Schläger verdreht sich dabei auch fast immer.
  2. Sie markieren Ihre Bälle mit einem Strich und richten den von hinten aus. Nachteil: Nicht so genau wie Möglichkeit vier.
  3. Sie kaufen sich einen Spicy, der auf dem Grün sicher steht.

Putter Spicy

Spicy 3: Das Original, und der beste Spicy, den es je gab.


Wir haben schon 2012 ein lustiges Video über den Spicy 3 gedreht:


Viele fragen sich, ob der Spicy legal sein kann. Und es ist auch schwer vorstellbar, weil der Vorteil so groß ist, aber tatsächlich entspricht er den Regeln der USGA und des R&A.


Neben dem Vorteil des Stehens haben wir ihn auch nur mit 2 Grad Loft ausgestattet. Wie wir seit der Arbeit mit dem Puttlab wissen, ist das optimal. Man muss den Ball dann nur etwa drei Grad in der Aufwärtsbewegung treffen, um Topspin zu erzeugen. Bei den meisten Golfern fliegt der Ball zunächst mit Rückwärtsdrall übers Grün und hoppelt dann eine Weile. Die meisten anderen Putter haben drei oder vier Grad Loft, weil sie dafür ausgelegt sind, dass der Kopf sich im Treffmoment parallel zum Boden bewegt. Das macht es jedoch fast unmöglich, den Ball ohne Drall oder mit Vorwärtsdrall auf die Reise zu schicken.

Der Spicy erzieht Sie vor allem auch dazu, vor dem Schlag eine klare Entscheidung zu treffen, was die Linie angeht. Wenn man in der Ansprechposition kurz vor dem Putt nämlich ständig seine Meinung ändert, wird man das Lesen der Grüns erheblich langsamer lernen. In dem folgenden Video erkläre ich das genauer:

Der Spicy ist nicht nur ein genialer Schläger, sondern auch ein ideales Übungsgerät


Der Spicy 3 steht nun durch seine Kopfform noch stabiler. Vertrauen Sie der Firma, die schon 2005 den ersten stehenden Putter in Deutschland auf den Markt gebracht hat. Nur der Spicy ist das Original — inzwischen in der dritten Evolutionsstufe. Der Spicy kostet inklusive seiner schicken Haube 330 Euro. Es gibt ihn 32, 33 und 34 Inch. Machen Sie den Test noch 2017. Sollte Sie der Spicy beim Putten nicht überzeugen, schicken Sie ihn uns einfach zurück.

Das war’s. Was nun?

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