Golflehrerausbildung

In 17 Jahren am Fleesensee habe ich 60 PGA-Golflehrer ausgebildet und mich viele Jahre auch in der PGA als Aus- und Weiterbilder engagiert. Ich habe außerdem den Technik- und Didaktik-Teil im Ausbildungshandbuch der PGA verfasst. In all den Jahren sind zudem viele Kollegen regelmäßig zum Hospitieren gekommen und haben mir zugeschaut, wenn ich Golfunterricht gegeben habe. Ich habe dafür nie Geld genommen. Es gibt auch weiterhin keine Geheimnisse am Fleesensee. Wenn beispielsweise Kollegen zusammen mit ihren »Problemschülern« kommen, können Sie natürlich dabei zuschauen, wenn ich diese unterrichte. Schließlich liegt es in meinem und deren Interesse, dass alle auf dem gleichen Stand sind und dann im Heimatclub ein passendes Training weitergeführt wird.

Historisches Foto (2002). Damals kamen alle 4 Nationaltrainer zur Weiterbildung an den Fleesensee und der DGV hat bezahlt. Wir hätten das Geld natürlich versaufen können, haben aber tatsächlich in der Kälte trainiert und über Technik wie Didaktik philosophiert.

Golflehrer

Inzwischen bin ich selbstständig und erziele kein Einkommen mehr aus der Weiterbildung. Deshalb habe ich mich entschlossen, jetzt eine kleine Gebühr fürs Hospitieren zu erheben. Sie ist sehr niedrig und führt vielleicht sogar dazu, dass die Nachfrage steigt. Mir ging es vor 25 Jahren auch so, als ich in Amerika diversen Golfehrern über die Schulter geschaut habe. Wenn das kostenlos war, wurde es mir nach einer Weile unangenehm und so bin ich häufig nach drei, vier Stunden weitergezogen. Hätte ich dafür gezahlt, wäre bei mir keine Schuld entstanden und ich hätte so lange zugeschaut, wie ich mir einen Vorteil davon versprochen hätte.

Es gab in der Vergangenheit auch noch ein weiteres Problem. Manchmal haben Kollegen nur eine oder zwei Stunden zugeschaut und dann anschließend in Gesprächen mit anderen berichtet, der Heuler macht mit allen Schülern dies und das. Es kann natürlich mal vorkommen, dass zufälligerweise zwei Schüler mit sehr ähnlichen Problemen hintereinander kommen und dann entsteht der Eindruck, ich würde immer das Gleiche machen. Das wäre jedoch ein Zeichen mangelnder Individualität und das ist sicher nicht mein Problem. Deshalb lautet die neue Regel beim Unterricht-Zuschauen nun auch: mindestens zwei Tage oder acht Stunden, je nachdem was eher eintritt. Eine Stunde Zuschauen kostet 20 Euro. In dem Preis inbegriffen ist mindestens ein ausführliches Gespräch nach dem Hospitieren, indem wir Fragen zum Unterricht klären können. Auch bei dieser Leistung gilt selbstverständlich die Geld-zurück-Garantie. Wer nichts gelernt hat, soll nichts zahlen. Wer wenig gelernt hat, darf den Preis beliebig reduzieren, ohne von mir blöd angeschaut zu werden oder Fragen beantworten zu müssen.

Das war’s für Golflehrer. Was nun?

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