Golf-Fitness im Jahr 2017

Ich habe es auch lange geglaubt: Ein paar Übungen auf der Yoga-Matte mit dem eigenem Körpergewicht, ergänzt mit Pezzibällen, und Wackelbrettern, vielleicht das Theraband oder TRX dazu und zack — fit sind wir.

Ja, so steht’s in der Apothekenrundschau, der Hörzu und auch in der Golfzeitschrift. Ist aber Quatsch. Ich habe alles ausprobiert: das so genannte funktionale Training und auch das Krafttraining an Maschinen. Klar, so ein Training ist besser als nichts zu tun. In den ersten Wochen werden Sie auch besser, schaffen mehr Wiederholungen und fühlen sich gut. Aber nach diesem kurzen Anfangseffekt tut sich nicht mehr viel. Und das ist auch der Grund, warum fast niemand so ein Training lange durchhält. Man sieht einfach keine Resultate. Das Aussehen und die Länge von Tiger und Kaymer bekommen Sie so nie.

Fitnesstraining speziell für den Golfsport: Mehr Kraft in Hüften, Schultern, Rücken und Armen. Auf der US PGA-Tour und der European Tour trainieren bereits viele genau so. Mit der Langhantel.

 

Dass die Muskeln im Fitness-Studio einfach zu isoliert trainiert werden, hat sich inzwischen herumgesprochen. Deshalb bringen freie Gewichte mehr. Bei deren Handhabung sind immer ganze Muskelketten beteiligt und genau das braucht man beim Golfschwung. Bei den Übungen mit dem eigenen Körpergewicht liegt das Problem darin, dass Sie die Gewichte weder fein dosieren, noch lange steigern können. Der Liegestütz ist beispielsweise eine gut Übung, aber sobald Sie mal fünf Stück in Folge schaffen, trainieren Sie nicht mehr Ihre Maximalkraft, sondern nur noch die Kraftausdauer. Da hilft dann nur die Langhantel und das Bankdrücken im Wechsel mit dem so genannten Kraftdrücken, bei dem die Hantel im Stehen über den Kopf gedrückt wird. Und keine Angst: Das erfordert so viel Koordination und Stabilisation, dass Sie sich wegen der kleinen Muskeln keine Sorgen machen müssen.

Sie haben Rückenschmerzen und Probleme mit der Wirbelsäule? Hier reicht das Training alleine oft nicht aus und ich empfehle den Besuch bei einem guten Osteopathen und nicht bei einem Orthopäden. Wenn Sie mit den von mir empfohlenen Übungen trainieren, brauchen Sie sich um muskuläre Dysbalancen keine Sorgen zu machen. Der Vorteil ist auch, dass das Programm bei jedem Training nur drei Übungen erfordert. Sie brauchen also am Anfang nicht länger als eine dreiviertel Stunde zu investieren und das an nur drei Tagen in der Woche.

Welche Übungen sind das?
Kniebeuge, Kraftdrücken, Bankdrücken, Kreuzheben und Standumsetzen bzw. Rudern für die weniger sportlichen. Hier beschreibe ich die Kniebeuge, die wichtigste der fünf Übungen:

Der Tipp, sich für den Golfschwung fit zu machen, wie ein Gewichtheber, scheint ungewöhnlich. Aber immer mehr Golfer entdecken die Vorteile: mehr Länge, bessere Koordination und schnellere Regeneration.

 

Und so sieht das dann mit etwas mehr Gewicht aus:

Das nötige Equipment ist günstig und braucht wenig Platz: Langhantel, Gewichte, Ständer, Bank. Mit Ihrem Handy machen Sie regelmäßig Videos, um sich selbst zu kontrollieren oder Sie besuchen einen Personal Trainer.

 

Ein spezielles Schnellkrafttraining und Plyometrische Übungen werden erst dann sinnvoll, wenn man das anderthalbfache Körpergewicht kniebeugen kann. Vorher ist es erstens zu gefährlich und zweitens bringt das Maximalkrafttraining vorher einfach mehr.

Hier das Kraftdrücken:

Wenn Sie im Winter trainieren, ist es wichtig, mit dem Golftraining nicht ganz aufzuhören. Andernfalls gibt es im Frühjahr beim Golfen oft Koordinationsprobleme.

 

Sie haben wieder etwas mehr auf den Hüften als es Ihnen gefällt? Da hilft Sport leider nicht so viel, wie uns immer eingeredet wird. Das Problem ist, dass man umso mehr Hunger bekommt, je mehr man sich bewegt. Da hilft nur eins, eine andere Ernährung. Auch darum geht es auf meiner DVD:

Wenn Sie Abnehmen wollen, empfehle ich die Kohlenhydrate zu reduzieren. Es geht nicht darum, den Eiweiß-Anteil immer weiter zu steigern. 2gr/kg Körpergewicht sind das Maximum. Viel Fett ist das Geheimnis.

 

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20 Meter mehr

Das war’s zum Thema Golf-Fitness. Was nun?

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