Das Putten hätte den größten Einfluss auf den Score, heißt es.

Seit Jahr und Tag erzählen uns Golflehrer, Redakteure und Kommentatoren, das Geheimnis einer niedrigen Vorgabe läge im Putten bzw. dem kurzen Spiel.

Diesem Mythos liegt folgende Milchmädchen-Rechnung zugrunde: »Beim Tourpro verteilen sich die 70 Schläge auf 28 Putts, 11 Annäherungen und 31 volle Schläge. Bei einem Spieler, der 110 Schläge braucht, sind es 40 Putts, 24 Annäherungen und 46 volle Schläge. Die mögliche Ersparnis: 15 Schläge beim langen Spiel, 13 beim Annähern und 12 beim Putten

angenommene Ersparnis

Die Bestandteile des Spiels sind jedoch voneinander abhängig: Wenn die langen Schläge näher an der Fahne landen, wird auch das Putten besser. Die tatsächlich mögliche Ersparnis erhält man nur, wenn ein Tourpro gemeinsam mit dem Amateur einen Ball spielt. Macht der Amateur einige Runden lang die langen Schläge sowie die Annäherungen und der Pro übernimmt das Putten, weiß man am Ende, wie viele Schläge der Amateur beim Putten sparen könnte. Macht der Pro alle langen Schläge und der Amateur nähert an und kümmert sich ums Putten, bekommt man die mögliche Ersparnis beim langen Spiel. Das Ergebnis sehen Sie in dieser Grafik:

Spieler mit hoher Vorgabe können also gerade mal zehn Prozent beim Putten sparen und Spieler mit niedriger Vorgabe nicht mehr als zehn Prozent beim Annähern.

Tatsächliche Ersparnis

Was heißt das nun für unseren Unterricht? Da die meisten Schüler hohe Vorgaben haben und die Annäherungsmuster denen beim vollen Schwung gleichen, decken wir mit dem Training dieser beiden Aspekte 90 Prozent der möglichen Ersparnis ab. Dieses Training macht außerdem am meisten Spaß.

Oliver Heuler - nur das Wesentliche

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