
Eine Diagnose, und sei sie noch so gut, macht noch keinen Golflehrer — im Golfsport ist Didaktik gefragt. Leider paaren sich die Eigenschaften guter Diagnostiker - Intelligenz, Analytik, Forschergeist - selten mit der Einfühlsamkeit, der es bedarf, um anderen etwas beizubringen. Wenn die Analyse trifft, sind drei Dinge besonders wichtig:
1. Der Golflehrer versucht nicht, mit seinem Wissen zu glänzen, sondern sagt dem Schüler nur das, was er wissen muss, mit Worten, die er verstehen kann.
2. Der Golflehrer hütet sich vor der Annahme, der Schüler lerne genauso wie er. Meist muss er mehr führen, zeigen, erklären, Übungen oder Hilfsmittel einsetzen als er sich das wünschte, wenn er selber etwas lernte.
3. Ein guter Golflehrer reduziert die Anforderung bis der Schüler sie erfüllen kann: Zeitlupenschwünge, Schläge ins Netz oder Pausen im Schwung sind zu Anfang oft die einzige Chance auf richtige Bewegungen. Die Ungeduld des Schülers und der Ehrgeiz des Golflehrers machen diese Forderung zu einer wahren Prüfung.
Und bei all der Didaktik muss der Analytiker immer wach bleiben, denn beim Umsetzen der Korrekturen, die der Golflehrer fordert, ist Betrug der Normalfall: Wer den Schläger steiler wegnehmen soll, dreht weniger; wer später schlagen muss, schwingt gerne von außen nach innen; wer mehr drehen will, weicht mit den Hüften aus und so weiter.
Golfschule Fleesensee - nur das Wesentliche
PS: Die folgenden Texte wurden für Golflehrer geschrieben, werden aber auch Schülern helfen:
> Golflehrer unterrichten Erwachsene (PDF 40 Kb)
> Golflehrer suchen Kontur (PDF, 242 Kb)